Vom Grund her ist der Schuhplattler ein Werbetanz des Burschen um seine Tänzerin. Durch das Klatschen in die Hände, das Stampfen auf den Boden und das Schlagen auf die Oberschenkel und Füße wird von Schriftstellern und Volkskundlern gleichermaßen oft der Vergleich mit der Spielhahnbalz herangezogen. In neuerer Zeit rückte beim Schuhplatteln die Fähigkeit Körperbeherrschung, Schnellkraft und tänzerische Präzision zu demonstrieren in den Vordergrund.
Die Plattelkultur wurde auch bei den Soiernberglern schon immer hoch geschätzt. So wurde bereits 6 Jahre nach Gründung des Vereins in Partenkirchen 1912 der erste Platz beim Preisplatteln, durch Josef Buchwieser, Johann Holzer, Ulrich Holzer und Johann Reindl errungen. Dies führte dazu, dass die Soiernbergler im Gau als Plattler hoch geschätzt und angesehen waren. Hans Kriner (Beer) und Beate Schober (geb. Neuner) gewannen 1979 beim Wertungsplatteln in Farchant den 1. Rang. Daher war es kein Wunder, dass Krüner Plattler oft dabei waren, wenn der Gau über das Werdenfelser Land hinaus unterwegs war. Auch bei Staatsempfängen und bei Ehrenabordnungen für Patengaue wurden des öfteren Plattler der Soiernbergler ausgewählt. In dieser Tradition darf auch 2006 bei der Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft in München ein Plattler der Soiernbergler, Sebastian Kramer, die Oberländer Trachtenvereinigung vertreten.







Plattlermadln und Plattlerbuam beim "Hoagart" in der Pause - das gehört einfach dazu!
