|
Das Kirchenjahr - verankertes Brauchtum
Christliche Werte und Trachtenverein sind etwas, was zusammengehört. Neben den wesentlichen Hochfesten der Christenheit wie Ostern, Weihnachten, Pfingsten, Kirchweih, Mariä Himmelfahrt, Christi Himmelfahrt, die man in der „Tracht“ besucht, gibt es noch einige Besonderheiten.
An Fronleichnam (Antlass) sowie an Erntedank wird das „Allerheiligste“ zum Segen und Dank über die Felder getragen. Beim „Umgang“ tragen die aktuellen Erstkommunionmädchen die Figur des „Jesukindes“, unsere großen Plattlermadln den Hl. Sebastian, sowie die Madln aus der Nachwuchsgruppe die Hl. Maria. Auf Initiative von Alois Kramer sen. wurden die Kirchenfahnen restauriert, die seitdem wieder mitgetragen werden. Die Fahnenstangen sowie die Kreuze an deren Spitze stammen von den Vereinsmitgliedern Hubert Mayr sen. und Franz Pleyer sen. Besonders stolz kann der Trachtenverein auf die vielen Frauen in Kirchentracht sein, die bei jedem „Umgang“ der absolute Blickfang sind.
Ein schönes Bild geben die Buben und Mädchen am Palmsonntag und am „Frauentag“ (15. Aug.) ab, wenn sie ganz stolz ihre gebundenen „Palmbüschl“ und „Kräuterbüschl“ zur kirchlichen Segnung tragen. Diese werden dann im „Herrgottswinkel“ oder im Stall platziert und die Büschl vom Vorjahr im Ofen verfeuert. Eine Besonderheit, die leider nicht mehr so gepflegt wird, ist das „Neujahranwünschen“, das die Kinder überwiegend nahen Verwandten angedeihen ließen. „A guats nuis Johr, dejs oid ist gor, dejs nui fang ou, laff ma oisam davou“! Leider ausgestorben ist der Brauch „Sealers Zeitn“, wobei die Kinder am Allerseelen-Tag von Haus zu Haus gingen und um eine Wegzehrung stellvertretend für die armen Seelen baten. „Sealas Zeitn, Opfers geitn, gib ma fej an Weißn, an Schwarzn kunn i it dabeißn“! Besondere Wertschätzung genießen noch der „Blasiussegen“ an Lichtmess, sowie das Ascheauflegen am Aschermittwoch.
|